Virtualisierung der CAD-Umgebung bei Schwanog erfolgreich umgesetzt

Virtualisierung der CAD-Umgebung bei Schwanog erfolgreich umgesetzt
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Virtualisierung der CAD-Umgebung bei Schwanog erfolgreich umgesetzt

12. November 2020, gepostet von

Die Makro Factory hat bei dem international agierenden Profilwerkzeug-Hersteller Schwanog erfolgreich die Virtualisierung der CAD-Arbeitsplätze mit NVIDIA GRID-Grafikkarten und Citrix HDX 3D Pro-Technologie umgesetzt. Dadurch wurde sowohl das Risiko von Arbeitsplatzausfällen minimiert, als auch die Flexibilität der Mitarbeiter gesteigert, die dank der zukunftssicheren Technologie nun auch problemlos aus dem Home Office arbeiten können.

Anforderung 

Schwanog ist auf die Produktion hochwertiger Hartmetallwerkzeuge spezialisiert. Im Zuge der Konstruktion nehmen CAD-Workstations zur Erstellung von Fertigungszeichnungen einen immer höheren Stellenwert ein. Aufgrund veralteter CAD-Arbeitsplätze stand bei Schwanog ein Hardwarewechsel an, in dessen Rahmen die eingesetzte Technologie auf den Prüfstand gestellt wurde. 

Da Schwanog Fertigungszeichnungen in hoher Stückzahl anfertigt, wurde schnell deutlich, dass der Ausfall eines Konstruktionsarbeitsplatzes (wenn auch nur für wenige Stunden) bereits eine hohe Auswirkung auf die Lieferzeiten mit sich bringt. Die neue Lösung sollte daher die Gefahr von Ausfällen senken und darüber hinaus die CAD-Workstations modernisieren, um die Zuverlässigkeit der Systeme zu gewährleisten, die Performance der Arbeitsplätze zu steigern und gleichzeitig den Konstrukteuren die Möglichkeit zu bieten, auch aus dem Home Office heraus arbeitsfähig zu sein. 

Herausforderung

Die größte Herausforderung bestand darin, die neue HDX 3D-Arbeitsplatzumgebung angemessen zu testen, da bei einer Anzahl von 15 CAD/CAM-Arbeitsplätzen kein Proof of Concept möglich war. Daher musste Schwanog die Testserver auf eigenes Risiko anschaffen, ohne zu wissen, ob die Umstellung den Erwartungen entsprechen würde. Darüber hinaus mussten einige Spezialanwendungen und Schnittstellen neu eingerichtet und konfiguriert werden.

„Wir sind dieses Risiko eingegangen, da ich in der Vergangenheit bereits ähnliche Projekte mit der Makro Factory umgesetzt habe. Zudem besteht durch die langjährige Zusammenarbeit eine starke Vertrauensbasis zu den Mitarbeitern der Makro Factory. Des Weiteren musste das Projekt in recht kurzer Zeit umgesetzt werden.“

Zoran Timotic, Netzwerkadministrator bei Schwanog

Lösung

Auf Basis zweier Citrix Hypervisor Dell Hardware-Server mit extrem leistungsfähigen NVIDIA Tesla P40 Grafikkarten werden in Zukunft virtuelle Windows 10 Workstations mit SolidWorks CAD-Software bereitgestellt. Die bis dato aufwändigen Updatevorgänge werden im Zuge der eingesetzten Citrix Provisioning Server Technologie Funktion deutlich vereinfacht und zudem die Skalierbarkeit enorm gesteigert. Durch das PVS Acceleration Feature und die Cache to RAM Funktion können zusätzliche Leistungssteigerungen umgesetzt werden. Innerhalb des Unternehmens erfolgt der Zugriff über Igel Thin Clients. Somit wurde auch hier ein hoher Teil an Standardisierung geschaffen, ein Ausfall eines lokalen Clients bedingt nur noch ein paar Handgriffe. Der sichere und performante Zugriff auf die Citrix CAD-Systeme erfolgt remote über Citrix ADC (ehemals NetScaler). 

Kundennutzen 

Durch den Einsatz der HDX 3D-Lösung von NVIDIA wurden alle CAD-Workstations redundant zentralisiert. Jegliche Services sind doppelt abgesichert und ausgelegt (z. B. Hardware-Server, Grafikkarten, Citrix Services). Das anfängliche Hauptziel, das Risiko von Ausfällen zu minimieren, wurde dadurch erreicht. Aufgrund der Corona Pandemie trat jedoch schnell der sekundäre Kundennutzen in den Vordergrund: die Anbindung der Mitarbeiter im Home Office. Herr Timotic resümiert das Projektergebnis so:

„Durch die Virtualisierung unserer CAD-Umgebung konnten alle Konstrukteure während der Corona Krise aus dem Home Office arbeiten, was mit unseren alten Workstations nicht möglich gewesen wäre. So hat sich das Projekt, mit dem wir aufgrund des nicht möglichen PoCs ein finanzielles Risiko eingegangen sind, bereits nach wenigen Wochen finanziell rentiert.“


Über Schwanog

Schwanog hat sich in den ersten Jahrzehnten nach seiner Gründung im Jahre 1946 als Hersteller hochwertiger Hartmetallwerkzeuge und Messgeräte sowie im Maschinenbau einen guten Ruf am Markt erarbeitet. Zu Beginn der 90er-Jahre wurde dann die Entscheidung getroffen, sich als „Stechplatten-Hersteller“ mit einem selbst entwickelten System auf Profilwerkzeuge mit wechselbaren Einstechplatten zu konzentrieren. Den Mut dazu gaben Schwanog die deutlichen Kosteneinsparungen, die gegenüber Standard-Werkzeugen zu erzielen sind. Und dieser wirtschaftliche Vorteil ist auch heute die treibende Kraft des Erfolgs.