Lifecycle Management: Wenn ein Windows alt wird und in den Ruhestand geht …

Lifecycle Management: Wenn ein Windows alt wird und in den Ruhestand geht …
Fachartikel

Lifecycle Management: Wenn ein Windows alt wird und in den Ruhestand geht …

13. September 2022, gepostet von

Die Älteren von uns erinnern sich noch, als Windows XP in 2014 von Microsoft endgültig aufgekündigt wurde. Denn spätestens mit Service Pack 2 in 2004 war XP der Inbegriff von Stabilität und Zuverlässigkeit. Es war der Defacto-Standard in Firmen und zu Hause gleichermaßen. Und obwohl der Nachfolger Windows 7 schon seit Ende 2009 verfügbar war (Windows Vista übergehen wir an dieser Stelle mit einem demütigen Schweigen), hielt sich die Anzahl der freiwilligen Updates in Grenzen.

Auf das anstehende Ende von Windows XP im April 2014, dem sogenannten „End of Life“-Status, wurde lange und intensiv hingewiesen. Moderne, aber auch klassische Medien informierten mehr oder minder ausgewogen über das anstehende Ereignis. Microsoft stellte sogar eigens ein Update für XP bereit, das innerhalb des Betriebssystems eine Warnung vor „dem Ende“ zeigte.

Einige Nutzer folgten der Aufforderung und führten ein Update auf ein Nachfolgeprodukt durch. Eine Vielzahl nahm den Rummel mit Empörung wahr (denn für viele Hersteller von Dritt-Software kam das Ende von XP überraschend und ihre Nutzer konnten/durften gar kein OS Update durchführen). Eine andere Gruppe ignorierte das ganze einfach. Letztere neigten dann überwiegend zu einer ”quasi-schwäbischen” Lebenseinstellung à la „Aber es geht doch noch!“.

Erst im Nachgang des WannaCry Virus, der 2017 über die IT-Welt hinweg rollte und außerordentliche Notfall-Updates von Microsoft nach sich zog, weichte sich die Updates Skepsis langsam auf. Denn Nutzer wollten wieder eine zuverlässige Arbeitsplattform haben und Microsoft wollte nicht länger als der Schöpfer einer weltumspannenden Horde von Zombie-PCs gelten.

Auch deshalb wurde in das bereits 2015 eingeführte Windows 10 ein „Rolling Update“-Mechanismus eingebaut, den man zumindest als Privatnutzer nicht mehr unterbinden konnte. Sobald eine Internetverbindung bestand, wurden Updates geladen und installiert – ob man wollte oder nicht! In der Microsoft Welt war dies der Beginn eines erzwungenen Lebenszyklus für Betriebssysteme.

Für ein weiteres Microsoft Produkt wurde im Januar 2022 ein Meilenstand erreicht. Der Windows Server 2016 fiel zu diesem Zeitpunkt aus dem Mainstream Support und wird nun nur noch bis 2027 über den Extended Support gepflegt.

Für den Windows Server 2012 und 2012 R2 sind wir dem Ende des Lebenszyklus schon deutlich näher – in beiden Fällen endet dieser im Oktober 2023. Die verwandten Client-Betriebssysteme Windows 8 und 8.1 haben übrigens das gleiche Enddatum.

Selbstverständlich können Sie den anstehenden Wechsel, wie bereits 2014, als ein einmaliges und losgelöstes Ereignis betrachten. Dann werden Sie in 5 bis 8 Jahren aber möglicherweise wieder vor einem ähnlichen Problem stehen. An dieser Stelle kann es sich für Sie lohnen, Ihre (möglicherweise schon bestehenden) Lifecycle Prozesse auf Betriebssysteme oder sogar Software im Allgemeinen auszudehnen.

Stellen Sie sich dazu die folgenden Fragen:

  • Muss ich bei den Betriebssystemen immer das neuste vom neusten haben oder genügt mir eine gut abgehangene und zuverlässige Arbeitsplattform?
  • Möchte ich Clients und Server unabhängig voneinander bereitstellen oder lieber vereinheitlicht betreiben?
  • Bevorzuge ich einen einmaligen oder kontinuierlichen Release Wechsel von Software-Produkten?
  • Welche Bedeutung hat ein OS Wechsel für meine Anwendungen? Läuft meine alte Access-Datenbank unter Windows 11 eigentlich noch?
  • Was muss ich beim Thema Hypervisor, Storage und Backup beachten?
  • Wie kann ich meine Lizenzkosten optimieren?

Ein umfassendes Lifecycle Management kann Ihnen diese und noch viele weitere Antworten liefern!

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Das Team der Makro Factory steht Ihnen gerne beratend zur Seite.