Anwendungsvirtualisierung

Lösungen

Die klassische Methode, Applikationen auf Endgeräten zu verteilen und zu pflegen, stellt in der heutigen Zeit eine extreme Herausforderung dar.

Sämtliche auf Endgeräten in einem dezentralen Umfeld eingesetzten Applikationen müssen ständig mit Patches, Updates oder Releasewechseln versorgt werden. Auch das Ausbringen neuer Applikationen, oder das Zurückziehen von abgelösten Applikationen ist heute in den meisten Umgebungen mit großen Aufwänden verbunden.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für moderne Unternehmen ist die sogenannte „Time to market“, also die Zeit die ein Unternehmen benötigt, ein neues Produkt, eine neue Lösung, eine neue Software, mit der sich das neue Produkt verkaufen lässt, in die Fläche zu bringen. Je schneller und reibungsloser sich moderne Software als Triebmittel für den Geschäftserfolg fehlerfrei in heterogen dezentralen IT Infrastrukturen bereit stellen lässt, desto größer ist der Wettbewerbsvorteil gegenüber den Marktbegleitern.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Makro Factory konsequent auf die Möglichkeiten der Anwendungsvirtualisierung. Wir unterscheiden zwischen server- und clientseitiger Anwendungsvirtualisierung.

Serverseitige Anwendungsvirtualisierung

Zur serverseitigen Anwendungsvirtualisierung werden die Anwendungen einmalig auf zentral stehenden Servern im Rechenzentrum installiert und dann für den Zugriff durch die Benutzer freigegeben, also veröffentlicht. Startet ein Benutzer eine oder mehrere Anwendungen, so wird für ihn eine dedizierte Benutzersitzung auf einem zentralen Server eingerichtet, in deren Kontext seine Anwendungen ausgeführt werden.

Die gesamte Rechenleistung wird dabei vom Server erbracht, das Endgerät des Benutzers zeigt lediglich die Anwendungsoberfläche auf dem Bildschirm an. Nahezu jedes Endgerät ist dazu geeignet, auch ältere Geräte, deren eigene Rechenkapazität nicht mehr zur Ausführung moderner Unternehmensanwendungen ausreicht.

Um Applikationen auf diese Art und Weise bereit zu stellen, bietet es sich an, ressourcensparende Thin Clients einzusetzen. Die gesamte Wartung der Anwendungen (z.B. Patches, Upgrade der Anwendung etc.) findet einmalig auf den zentralen Servern statt und steht dann sofort allen Anwendern zur Verfügung. Dies ist ein enormer Administrationsvorteil in Umgebungen mit räumlich verteilten Endgeräten. Die Veröffentlichung von Anwendungen kann für jeden zugriffsberechtigten Anwender erfolgen – unabhängig von Netzwerk, Standort und Gerät.

Clientseitige Anwendungsvirtualisierung

Bei der clientseitigen Anwendungsvirtualisierung, auch Anwendungs-Streaming genannt, wird von den Anwendungen einmalig ein Image erstellt. Dieses wird beim Zugriff auf unterschiedliche Zielsysteme übertragen, ohne dort dauerhaft installiert zu werden. Zielsysteme können sowohl Client-Endgeräte als auch zentral stehende Applikationsserver sein. Die gestreamten Anwendungen laufen in einer gekapselten Umgebung auf dem Zielsystem, wodurch Versionskonflikte mit anderen auf den Endgeräten installierten Anwendungen ausgeschlossen sind.

Durch diese Technologie werden Konflikte bei der Bereitstellung von Software und aufwändige Regressionstests vermieden. Im Gegensatz zur serverseitigen Anwendungsvirtualisierung findet beim Software-Streaming die Ausführung der Applikation komplett auf dem Zielsystem statt. Das Endgerät muss daher über entsprechende Rechenleistung verfügen.

Die gestreamte Applikation kann immer offline genutzt werden und ist damit für mobile Arbeitsplätze geeignet. Sowie das Endgerät wieder Online ist, wird die Applikation mit dem zentralen Anwendungs-Profil verglichen und wenn nötig mit bereitgestellten Patches und Updates auf den neusten Stand gebracht, oder rückstandslos von dem System entfernt. In diesem Umfeld kommen alle Vorteile einer zentralen Administration zum Tragen.